Wholesale vs. Marketplace-Business – ein Vergleich

Jule Schulz
Jule Schulz

FĂŒr Hersteller:innen und Marken gibt es unterschiedliche Wege, um die eigenen Produkte zu verkaufen. Zu den bekanntesten GeschĂ€ftsbeziehungen zĂ€hlen wohl Business-to-Business (B2B) und Direct-to-Customer (D2C). Bei der Entscheidung fĂŒr ein Business-Modell sollten die Vor- und Nachteile der jeweiligen Variante mit einbezogen werden.

Falls Du vor der Entscheidung fĂŒr eines dieser Modelle stehst, ist dieser Beitrag genau das richtige fĂŒr Dich: Wir haben Dir fĂŒr dich die Modelle Wholesale (B2B) und Marketplace-Business (D2C) auf Vor- und Nachteile untersucht und die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.

Wholesale (B2B)

Unter Wholesale (Großhandel) wird ein GeschĂ€ftsmodell verstanden, bei dem Produkte direkt von einer Marke oder Hersteller:innen gekauft und ĂŒber den eigenen Vertriebsweg (Shop) an Kunden weiterverkauft werden. Diese Art der GeschĂ€ftsbeziehung kann sowohl im normalen Handel als auch im E-Commerce bestehen.

Vorteile von Wholesale

  • Garantierte UmsĂ€tze: Beim Wholesale kaufen GeschĂ€ftspartner:innen in großen Mengen bei deiner Marke ein. Du hast dadurch einen kalkulierbaren Umsatz und bist nicht zu stark von Schwankungen in der Nachfrage betroffen, auch wenn diese langfristig deine GeschĂ€ftsbeziehung beeinflussen.
  • Sicherheit: Da GroßhĂ€ndler:innen die Produkte gekauft haben, sind diese ihr Eigentum und somit auch ihre Verantwortung. Du trĂ€gt kein Lagerrisiko und bist auch nicht mehr fĂŒr Logistik, Abverkauf, Marketing und Kundenservice verantwortlich.

Nachteile von Wholesale

  • AbhĂ€ngigkeit vom Einkauf: Die EinkĂ€ufer:innen des Großhandels entscheiden, welche Produkte sie fĂŒr den Weiterverkauf einkaufen möchten. Um das Angebot fĂŒr sie attraktiv zu gestalten, sollten die Produkte in großer Anzahl verfĂŒgbar sein und der Preis möglichst geringgehalten werden – sehr zum Leidwesen der eigenen Gewinnmarge.
  • Kein Einfluss auf PrĂ€sentation: Indem die EinkĂ€ufer:innen die Auswahl ĂŒber die weiterzuverkaufenden Produkte treffen, entscheiden sie auch, welche Produkte den Konsumenten und Konsumentinnen prĂ€sentiert werden. Kunden und Kundinnen haben also keinen Zugriff auf das gesamte Sortiment, sondern nur auf die vom den EinkĂ€ufer:innen bestimmte Auswahl.

Marketplace-Business (D2C)

Einen Online-Marktplatz kann man sich wie ein digitales Kaufhaus vorstellen, in welchem Hersteller:innen und Marken ihre Produkte selber anbieten. HierfĂŒr nutzen sie die Infrastruktur, im E-Commerce die Website, der Marktplatz-Anbieter:innen. In einem ausfĂŒhrlichen Beitrag haben wir bereits einen Überblick ĂŒber Marketplaces geschaffen, schau doch gerne dort vorbei.

Vorteile des Marketplace-Business

  • Höhere Gewinnmarge: Beim Marketplace-Business können Marken und Hersteller:innen direkt an Kunden und Kundinnen verkaufen und sparen sich den Weg ĂŒber den Großhandel. Die Gewinnmarge ist dadurch deutlich höher.
  • FlexibilitĂ€t und Kontrolle: Da die Produkte im Besitz der Hersteller:innen bleiben, können sie eigenstĂ€ndig Verkaufspreis und Verkaufsmenge der Produkte bestimmen. Sie behalten außerdem die Kontrolle ĂŒber die PrĂ€sentation der Produkte.

Nachteile des Marketplace-Business

  • Hoher Aufwand: Die VerkĂ€ufer:innen sind verantwortlich fĂŒr Logistik, Versand und Kunden- und Kundinnenzufriedenheit. Außerdem mĂŒssen Produkte eigenstĂ€ndig in das Verkaufsportal des Marktplatzes eingepflegt werden. FĂŒr diesen Schritt können auch Agenturen, wie MOVESELL, beauftragt werden, um den Aufwand möglichst gering zu halten und trotzdem von den Vorteilen des D2C zu profitieren.
  • GrĂ¶ĂŸeres Risiko: Auch wenn die Kosten auf den meisten Marketplaces relativ geringgehalten werden, besteht ein höheres Risiko und eine schwierigere Kalkulierbarkeit. Es gibt keine festgelegte Verkaufsmenge mit dem GroßhĂ€ndler und Schwankungen in der Nachfrage wirken sich unmittelbar auf die Verkaufszahlen aus.

Fazit

Vergleicht man Wholesale mit dem Marketplace-Business, fallen schnell die verschiedenen Vor- und Nachteile auf. Welches Modell am besten geeignet ist, sollte daher individuell und unter BerĂŒcksichtigung der genannten Eigenschaften entschieden werden. In einigen FĂ€llen kann sicherlich auch ein Tandem-System der optimale Weg sein. HierfĂŒr arbeiten einige MarktplĂ€tze mit beiden Business-Modellen. Das bedeutet sie bieten HĂ€ndler:innen und Marken sowohl den klassischen Ein- und Verkauf als auch das Plattform-Modell an. Amazon stellt dafĂŒr beispielsweise die Modelle FBA (Fulfillment by Amazon) und FBM (Fulfillment by Merchant) zur VerfĂŒgung.

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Jule Schulz

MOVESELL GmbH
Jule Schulz schreibt als Content Marketing Managerin ĂŒber Themen, Neuigkeiten und Entwicklungen rund um Amazon & E-Commerce.

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Henry Krause

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